Ein Premium-Wasser im Fluss der Zeiten

Von 1740 bis 1791


1740

Die Fachinger Quelle nahe Diez an der Lahn wird entdeckt – wahrscheinlich durch den Diezer Justizrat und Chirurgen Bender. Zu der Zeit erzählte man sich von einem Kölner Schiffer, der durch das Trinken aus einer Quelle nahe des Lahnufers von seinem Verdauungsleiden geheilt worden sein soll.

1742

Das im Oktober an die Dillenburger Regierung erstattete Gutachten des Arztes Dr. Forell stellt das älteste schriftliche Zeugnis des Fachinger Mineralbrunnens dar.

1746

Im Juli bewilligt Fürst Christian von Nassau-Oranien die vom Maurermeister Baltzer aus Diez eingereichten Pläne zur Fassung der Quelle. Bereits im Herbst des Jahres beginnt der Versand des Fachinger Wassers in eigens angefertigten Krügen.

1747

Gratisaussendungen an renommierte Ärzte und Händler. In der "Kayserlichen Reichs-Post-Zeitung" und im "Extraordinairen samstägigen Reichs-Courier" werden erste Anzeigen geschaltet.

1748

Die erste wissenschaftliche Veröffentlichung über die Wirkung des Fachinger Wassers erscheint. Ein Krug kostet fünf Kreutzer, der Tagesverdienst eines Arbeiters – bis Ende des 19. Jahrhunderts bleibt Mineralwasser ein ausgesprochenes Luxusprodukt.

1750

Schon acht Jahre nach Entdeckung der Quelle können 23.000 Krüge verkauft werden.

1765

Der Diezer Kaufmann Kasimir Herborn pachtet die Quelle. Nach zehn Jahren unter seiner Verwaltung genießt Fachinger Wasser sowohl in ganz Deutschland, als auch in den Niederlanden einen sehr guten Ruf.

1791

August Theodor Pilgrim, ebenfalls ein Kaufmann aus Diez, übernimmt den Brunnenbetrieb.